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Der Verband der nationalen und internationalen Immobilienagenturen der Balearen (ABINI) hat den neuen staatlichen Wohnungsbauplan 2026–2030 sowie die jüngsten Erklärungen der Regierungsdelegation zu dessen Tragweite bewertet und darauf hingewiesen, dass die vorgesehenen Investitionen „angesichts des Ausmaßes des Problems des Zugangs zu Wohnraum auf den Balearen nicht nennenswert sind“.

Der Verband betont, dass unabhängig von der institutionellen Debatte oder den angekündigten Zahlen die Realität so aussieht, dass die geplanten Investitionen nicht der Situation entsprechen, die sowohl auf den Balearen als auch in ganz Spanien zur Hauptsorge der Bürger geworden ist.

Laut Aussagen des Vorsitzenden von ABINI, Daniel Arenas, „haben wir es mit einem strukturellen Problem von höchster Bedeutung zu tun, und die geplanten öffentlichen Investitionen gehen zwar in die richtige Richtung, reichen aber eindeutig nicht aus, um eine echte Veränderung beim Zugang zu Wohnraum auf den Balearen herbeizuführen“.

ABINI warnt davor, dass der Schwerpunkt des Plans, der sich hauptsächlich auf den Ausbau des sozialen Wohnungsbaus und bestimmte Bevölkerungsgruppen konzentriert, nicht der Realität des balearischen Marktes entspricht. „Das Wohnungsproblem auf den Balearen betrifft nicht mehr nur junge Menschen oder benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Heutzutage hat der Großteil der Bevölkerung Schwierigkeiten, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Daher dürfen sich die Lösungen nicht auf einen Teil der Bevölkerung beschränken, sondern müssen sich an alle Bürger richten“, erklärte Arenas.

In diesem Zusammenhang betont der Verband, dass Sozialwohnungen zwar notwendig, aber nicht ausreichend sind, um das Problem zu lösen. „Das Problem lässt sich nicht allein durch Sozialwohnungen lösen. Es ist unerlässlich, auch auf das Gesamtangebot des Marktes einzuwirken.“

ABINI betont, dass einer der Hauptgründe für den Preisanstieg auf den Balearen das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage ist, das durch den Mangel an verfügbaren Baugrundstücken noch verschärft wird. „Wenn keine Maßnahmen zur Erhöhung des Wohnungsangebots ergriffen werden, werden die Preise unaufhaltsam weiter steigen. Es ist notwendig, Bauland freizugeben, städtebauliche Projekte zu beschleunigen und den Bau neuer Wohnungen zu erleichtern, damit sich der Markt anpassen kann“, erklärte der Vorsitzende des Verbandes.

Der Verband weist zudem auf die Unklarheiten hinsichtlich der Umsetzung und Finanzierung der Wohnungsbauprogramme hin, die zu Unsicherheit in der Branche führen. „Es gibt Ankündigungen, Zahlen und Pläne, die sich zwischen den verschiedenen Behörden überschneiden, aber es fehlt an Klarheit darüber, wie die Investitionen tatsächlich umgesetzt werden sollen. Diese Unsicherheit trägt auch nicht dazu bei, Vertrauen zu schaffen oder neue Angebote zu mobilisieren“, erklärte Arenas.

ABINI bewertet einige der im Plan enthaltenen Maßnahmen positiv, insbesondere jene, die auf die Sanierung des bestehenden Wohnungsbestands abzielen. „Die Fördermittel für Sanierungsmaßnahmen sind eine gute Nachricht. Sie können dazu beitragen, veraltete Wohnungen zu modernisieren und dafür sorgen, dass ein Teil dieses Bestands wieder auf den Markt kommt, sowohl zum Verkauf als auch zur Vermietung – was auf den Balearen besonders dringend benötigt wird“, betonte Arenas.

ABINI kommt zu dem Schluss, dass die Balearen eine weitaus ehrgeizigere und strukturellere Lösung benötigen, um das Wohnungsproblem anzugehen. „Das Thema Wohnen ist heute eines der Hauptanliegen der Bürger. Wenn wir es wirklich angehen wollen, brauchen wir mehr Ehrgeiz, mehr Koordination und Maßnahmen, die sich direkt auf die Erhöhung des Angebots auswirken. Ohne dies wird es sehr schwierig sein, die derzeitige Situation zu ändern“, schloss Daniel Arenas.